Freitag, 29. März 2013

Pfälzer Weinsteig, Tag 6

Ruine Neuscharfeneck, 2013
Kaum waren wir heute am St.-Anna-Gut gestartet, hörten wir im Wald ein Rascheln im Unterholz und sahen kurz darauf eine Wildsau mit drei Ferkeln. Sie beobachteten uns sehr genau, es machte sogar kurz den Anschein, als wolle die Mutti zum Angriff übergehen. Sie überlegte es sich dann aber doch anders und zischte ab.
An der Trifelsblickhütte dann die nächste Erscheinung: ein Wagen der DLRG. Und das auf 534 m über Meeresspiegel und auch kein Bergsee in Sicht.
Der Rother Wanderführer zum Pfälzer Weinsteig warnt ja vor dem Abschnitt, auf dem wir jetzt waren, denn es handelt sich über mehrere km um Forstwege. Wir fanden die Strecke aber ok. Leider waren heute am Karfreitag nur viel zu viele Leute im Wald, das nervte uns mehr. Der Höhepunkt der Menschenaufläufe fand dann leider am Ramberger Waldhaus statt, wo wir eine halbe Stunde auf unser fettiges Schnitzel warten mussten, natürlich inmitten einer lauten Meute, denn das Haus war völlig überfüllt. Und zwischendurch immer wieder über Lautsprecher die Durchsagen mit den Nummern, deren Essen an der Küche abgeholt werden können. Gewöhnungsbedürftig, gelinde gesagt.
Mit dem vollen Magen waren wir zusätzlich bestraft und quälten uns weiter zur Ruine Neuscharfeneck. Aber mit der Sonne im Gesicht konnten wir die runtergekommenen Steine sehr gut ertragen. Abschließend noch weiter hoch zum Orensfelsen, von dem aus wir ahnen konnten, wie toll die Aussicht ohne den vielen Dunst sein muss. Die Beobachtung der eleganten Gleitschirmflieger entschädigte uns, und fast hätten wir sogar einen erfolgreichen Start sehen können - wenn er denn erfolgreich gewesen wäre.
Der Abstieg nach Dernbach wurde nur kurz unterbrochen, als wir gekonnt ein Schild übersahen, das uns sagen sollte, dass der Wanderweg gesperrt sei. Grundlos, denn am Karfreitag finden natürlich keine Waldarbeiten statt.
Kurz: Ein schöner Tag ohne Regen und mit immer angenehmeren Temperaturen.

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