Sonntag, 5. Januar 2014

Mount Cook, Albatrosse usw.


Giant tree (ca. 1000 Jahre alt), im Peel Forest

Blick auf Lake Tekapo

Kleiner Teil des Observatoriums auf Mount John

Im Vordergrund Lake Pukaki, im Hintergrund rechts Mount Cook

Lange Schatten kurz vor dem Jahreswechsel

Auf dem Weg zum Mount Cook, den wir dann doch nicht sehen konnten

Einige der Moeraki Boulders

Rangerin mit lebensgroßem Albatrosmodell

Nur an die Möwen kamen wir so nah heran

Bergab zur Sandfly Bay war ok, bergauf zurück durch tiefen Sand war heftig

Mir fiel es schwer, die Küste mit den Hector Delfinen wieder zu verlassen, aber nun gut, der höchste Berg Neuseelands soll von uns auch Beachtung erhalten. Ziel unserer Fahrt sollte Twizel sein. Leider war am Mount Cook wegen Silvester alles ausgebucht, aber im ca. 60km entfernten Örtchen Twizel fanden wir noch eine bezahlbare Unterkunft.
Vorher kamen wir aber am Lake Tekapo vorbei, einem türkisblauen See, der sogar mit einem bewaldeten Inselchen aufwarten kann. Wir fühlten uns sehr an Canadas Spirit Island erinnert. Das war aber von dem Aussichtspunkt auch ein toller Blick, dank der Sonne leuchtete uns der Lake Tekapo richtig an und Mark bekam große Lust, eine abendliche Führung in der Sternwarte zu machen, die ebenfalls auf diesem Hügel stand. Leider wars sehr teuer und unsere Unterkunft noch ca. 120km weit weg. Das klappte leider nicht, aber vielleicht wärs wegen der Wolken auch gar nicht möglich gewesen, irgendetwas zu sehen... schwacher Trost.
Am Abend in Twizel läuteten wir den Silvesterabend mit einer sehr leckeren Pizza ein, die wir dank des guten Wetters draußen essen konnten, am 31.12. gemütlich draußen eine Pizza essen, gar kein soooo schlechtes Gefühl ;-)
Der Silvesterabend wurde dann eher ruhig, Feuerwerk gabs nicht, aber wir waren ja die ersten beim Jahreswechsel und als wir um 0 Uhr Red Veggie und Doc Phrases in Deutschland anriefen, waren die gerade noch dabei, den letzten Raclettekäse im Bonner Raum aufzutreiben.
Am Neujahrstag ging es dann zum Fuße des Mount Cook (3755m), den wir zum Glück am Vortag mit seiner schneebedeckten Spitze klar sehen konnten. Denn an diesem 1.Tag des Jahres 2014 zeigte er sich nicht mehr, wolkenverhangen bei ganz miesem Wetter sah das Tal sehr trübe aus. Aber in der Hermitage, einem sehr noblen Hotel, gabs ja auch noch das Sir Edmund Hillary Alpine Center. Der Neuseeländer, der mit dem Sherpa Tensing Norgay den Everest als erster bestiegen hat, hat am Mount Cook viel trainiert... und überhaupt sind die Neuseeländer natürlich sehr stolz auf ihren Edmund (auf dem 5$-Schein ist er übrigens auch abgebildet). Das Alpine Center bietet dem weitgereisten Besucher natürlich nicht nur eine große Auswahl an Merino T-Shirts, Kiwiseifen oder Manukkahonig-Nachtcremes, sondern auch ein kleines Museum und diverse Filme über Herrn Hillary. Bei dem Wetter war das eine gute Alternative, aber einen Blick auf den Mount Cook hätten wir natürlich auch sehr gerne gehabt, schade.
Nach den 2 Nächten in Twizel ging es wieder an die Ostküste nach Dunedin. Wir wollten dort noch ein wenig Zeit verbringen, denn nach den nächsten beiden Great Walks müssen wir Neuseeland schon wieder verlassen :-( Aber wir haben noch gute 2 Wochen, nicht panisch werden... Auf dem Weg nach Dunedin passierten wir die Elephant Rocks, Felszeichnungen von Maoris und die Moreaki Boulders. Diese großen Steinkugeln liegen da am Strand herum und sehen aus, als hätte jemand sie dort nach dem Spielen vergessen. Einige waren aufgesprungen, in einige konnte man sich hereinlegen oder raufklettern. Das sah sehr bizarr aus. Leider waren wir dort nicht die einzigen Touristen und wir schoben uns mit diversen anderen Menschen an den Steinkugeln vorbei.
In Dunedin wollte ich unbedingt die Albatrosskolonie ansehen und vielleicht auch noch die gelbaugigen Pinguine. Bei der Albatrosskolonie empfing uns auf dem Parkplatz ein Gekrächze von diversen Möwen, es war alles weiß besprenkelt und der leicht fischige Geruch in der Luft machte das olfaktorische Bild komplett ;-)
Für die 30-minütige Tour mußten wir einige Dollar bereit halten, aber das war wohl die einzige Möglichkeit, die Tiere zu sehen. Wir hoffen sehr, dass mit dem hohen Eintrittsgeld nicht nur die Kühltruhen mit Eiscreme oder der Souvenierladen mit Postkarten gefüllt, sondern die Tiere auch geschützt werden. Nach einer kurzen Info von einer Rangerin und einem Film ging es zum abgesperrten Bereich, von wo wir die brütenden und segelnden, riesigen Vögel für eine kurze Zeit beobachten konnten. Sehr majestätisch in der Luft (ca. 3m Spannweite) und etwas unbeholfen an Land, sind das schon faszinierende Tiere, die leider nur alle 2 Jahre ein Eichen legen, warum die Population auf der Peninsula nur sehr langsam wächst. Aber sie wächst, immerhin!
An einem anderen Strand in der Sandfly Bay gab es noch die Möglichkeit, Pinguine zu beobachten. Leider sahen wir diese nicht, aber es tummelten sich diverse Seelöwen im Wasser und am Strand, was auch toll zu sehen war. Der Weg zurück mit Gegenwind, knöcheltiefem Dühnensand und bergauf brachte uns nochmal richtig zum Pusten, aber es war trotzdem eine schöne Abschlußaktion für uns auf der Otago Peninsula bei Dunedin.
Morgen gehts nach Te Anau, wo wir endlich mal wieder für mehrere Tage auf dem Kepler Track wandern werden.

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